Basteln, Filmen und Robotern

Ein medienpädagogischer Ferienworkshop in der Stadtbibliothek Pirna

In den letzten Winterferien konnte ich (und die 20 Ferienkinder) mit Robotern spielen, Filmkulissen basteln und kleine Szenen drehen. Ich glaube wir hatten alle ziemlich viel Spaß!

Tag 1 — Basteln

Der dreitägige Workshop begann damit, dass nach dem Ankommen erst mal Lesezeit war. Maria, die Medienpädagogin der Biblitohek las uns allen das Buch “Die Drei ??? Kids — Hilfe Geisterzug” vor. In der Geschichte lösen die drei Detektive einen Fall in dem drei Bösewichte einen Holzraub begehen. Nach dem Vorlesen ging es direkt daran zwei Szenenbilder aus der Geschichte zu basteln. Als Hilfestellung dafür, war auch eine Kunstpädagogin vor Ort, die viele Tipps hatte, wie die basteleien noch besser werden und als Filmkulisse genutzt werden können. Das war ein großes, tolles Chaos und alle konnten sich mit ihrer Kreativität austoben, die Kleinen sowie die Großen.

Zwischen Vorlesen, Basteln, Mittag und draußen Toben verging der erste Tag wie im Flug.

Tag 2 — Filmen

Am zweiten Tag ging es daran die zwei Szenen aus dem Buch filmisch umzusetzen. Rollen wurden festgelegt, die Kameras in den iPads angeschaltet und das Licht wurde positioniert. Dann konnte es losgehen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und ein paar kleineren Schüchternheiten hatten wir die Szenen im Kasten und alle waren zufrieden mit dem Ergebnis.

Auf einem Tisch steht eine gebastelte Filmkulisse, die eine Szene am Strand darstellt. Es ist ein Leuchturm zu sehen und ein Zug auf Schienen, der mit Holzstämmen beladen ist.

Auch dieser Tag verging wie im Flug und nach einer ersten Sichtung der gefilmten Szenen wurden die Kinder in den Nachmittag entlassen. Das fertige Werk liegt aktuell noch im Schnitt, deswegen kann ich es hier noch nciht präsentieren.

Vor dem losgehen wollten Alle noch wissen, was wir am dritten und letzten Tag machen, aber das blieb eine Überraschung bis zum nächsten tag.

Tag 3 — Robotern

Denn am dritten Tag haben wir mein persönliches Highlight des Workshops ausprobieren können. Es war Zeit für die Roboter ins Spiel zu kommen. Unsere Idee war es, die verschienden Spielorte der Geschichte von den Drei ?? auf eine große Karte zu malen und dann die Protagonist*innen, gespielt durch die Roboter, die Wege abzulaufen, die in der Geschichte zurückgelegt werden. Zum Beispiel sind die drei Detektive aus der Stadt zu ihrem Geheimversteck im Wald gelaufen, dort sind sie auf die Räuber gestoßen, sind ihnen gefolgt und somit am Ende am Strand gelandet. Die Aufgabe für die Kinder war es also nun, erst einmal diese große Karte zu basteln. Auch hierfür war die Kunstpädagogin wieder vor Ort um beim Anleiten zu unterstützen.

Der Batelprozess der Karte

Nach dem Basteln konnten wir dann “endlich” mit den Robotern arbeiten. Nach einer kleinen Einführung in die App die den Roboter steuert, haben wir die Kinder in Gruppen geteilt mit immer einem was bereits gut lesen kann und einem welches da noch ein bisschen Unterstützung braucht. Im Anschluss konnten dann alle einmal ausprobieren was denn so passiert wenn man die unterschiedlichen Befehle, die in der App zur Verfügung stehen aneinander reiht und ausführt.

Ein kurzer Einblick, wie die Roboter auf der Karte rumwuseln

Dann ging es an die konzeptionelle Arbeit. Es musste überlegt werden, welche Befehle dem Roboter gegeben werden müssen, damit er den vorgemalten weg auf der Karte genau richtig zurück legt. Natürlich ohne, dass die Roboter die ganze Zeit auf der Karte herumfahren, denn das hat, wie wir dann feststellen mussten, für zu viel Chaos gesorgt.

Wichtig waren also folgende Überlegungen: Wie weit muss der Weg sein, der geradeaus zurückgelegt wird, bevor die Kurve kommt? Um wie viel grad muss sich der Roboter dann drehen? Muss er zwischendurch eine Pause machen bevor er weiter rollt? Das war garnicht so einfach und wir haben uns alle konzentriert bis die Köpfe geraucht haben. Aber am Ende haben einige es geschafft ihre Wege zurückzulegen und wäre der Tag nicht schonwieder zuende gewesen, hätten auch die Anderen, die noch nicht so weit waren, es geschafft.

Ich hatte wenn es auch drei sehr anstregende Tage waren eine sehr tolle Zeit und freue mich noch einmal ein Projekt solcher Art umsetzen zu können. Denn mit diesen Robotern könnte ich den ganzen Tag spielen, Tanzen und Dinogeräusche können sie nämlich auch 😊


Die verwendeten Roboter nennen sich Dash, falls jemand recherchieren möchte, was wir genutzt haben.

Habt ihr Interesse an meiner medienpädagogischer Begleitung eines Projektes, dann schreibt mir gerne eine Nachricht.

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